History
Gezeichnet habe ich früher schon gerne. Mit 13 blieb ich beim Zappen zufällig auf RTL 2 hängen, wo gerade Mila Superstar lief, und von da an war ich von den japanischen Trickfilmen absolut begeistert und habe keine mehr verpasst (nicht mal die für Jungs).
Da mich dieser Stil so begeistert hat, habe ich auch langsam angefangen mich zeichnerisch in diese Richtung zu orientieren.
Und wieder geschah es beim Rumzappen, ich entdeckte auf ZDF die beste japanische Trickserie die es gibt: Sailor Moon (und daran halte ich bis heute fest). Das hat erstmal nicht viel geändert, bis auf die Tatsache, dass ich mich beim Zeichnen mehr auf Sailor Moon konzentriert habe. Die Begeisterung hielt auch noch an, nachdem die Serie auf ZDF ihr Ende fand.
Als die Serie einige Zeit später auf RTL 2 wiederholt und sogar fortgeführt wurde habe ich durch das Comicheft zur Serie entdeckt, dass ich nicht allein in der großen weiten Welt der Fanartzeichner bin, und habe dazu noch hintergründe zu Serie erfahren, wie die Mangavorlage, was ein Anime ist und wie er sich vom Manga unterscheidet, und, dass es die Zeitschrift Animania gibt.
Zu der Zeit und auch danach habe ich viele Skizzen gezeichnet und mir auch selbst einige Figuren ausgedacht, allerdings habe ich kaum eine Skizze coloriert und die Meisten bestanden auch nur aus Personen und Portraits (also keine Hintergründe).
Dann kam der große Tag, an dem ich das magische Internet bekam!
Anfangs war die Verbindung sehr langsam und ich habe nur rumgesucht. Als dann eine vernünftige Verbindung kam und ich nicht mehr 3 Stunden auf eine Seite warten musste habe ich mich ein wenig in den Foren von Animania und Mangaszene rum geschlichen und bin so auf Animexx gestoßen.
Als ich mich dort umschaute war ich absolut hingerissen, was die Fans von Manga und Anime zu Stande brachten und merkte auch bald (nachdem ich einige meiner Skizzen hochgeladen habe), dass ich mit dem geringen Aufwand den ich betrieb nicht unbedingt auf viel Resonanz stoße. Von da an begann ich langsam Bilder zu malen. Ich habe mir eine farbenreiche Copic-palette zugelegt und angefangen Hintergründe einzufügen, und das hat sich auch gelohnt!
Ich habe mich aber nicht einzig auf meine Bilder konzentriert, sondern habe mich auch umgeschaut, was die anderen so machen, und vor allem WIE! Dabei entdeckte ich großartige Künstler, die mit Buntsiften, Aquarell und mit Graphicsoftware gearbeitet haben und wurde, besonders was das Letztere anbetrifft, etwas neugieriger.
Es hat etwas gedauert bis ich mir Painter Classic organisiert und das Programm begriffen habe. Ich habe mit großer Freude mit diesem Programm gearbeitet, auch wenn das Zeichnen mit der Maus ziemlich schwierig war und man auch weniger auf Details achten konnte. Diese Tatsache hat mich allerdings auf die Idee gebracht, dass ich mir ein Grafik-Tablett zulegen sollte.
Nach einigem Hin und Her, mit billigen Tablets und dem Erforschen von weiteren Programmen, bin ich jetzt stolze Besitzerin eines Wacom G3 XL und einigen Programmen, mit denen man vernünftig arbeiten kann.
Allerdings hat es mir nicht ganz gereicht, da ich mich nicht nur auf die Arbeit am PC beschränken wollte. Ich schätze, trotz meiner Neigung zum Malen am PC, die traditionelle Malerei doch etwas mehr und habe mich auch mit Medien wie Aquarell und Acryl beschäftigt (leider zu wenig).
Da ich auch dem realistischen Zeichen nicht abgeneigt bin habe ich mich im Sommer 2007 an einer Universität für das Kunststudium beworben und wurde aufgenommen, somit habe ich die Möglichkeit meinen Horizont zu erweitern und neue Techniken zu lernen. Einige Ergebnisse werde ich auch hier ausstellen.

